Was ist Neolithikum

Mit dem Begriff Neolithikum (Jungsteinzeit) wird eine Epoche der Menschheitsgeschichte bezeichnet, in der Geräte noch aus Stein hergestellt wurden, aber bedeutende Neuerungen das Leben der Menschen und das Aussehen unseres Planeten nachhaltig zu verändern begannen: die Erfindung von Ackerbau und Viehzucht, Rad und Wagen und Metallverarbeitung. 
In Mitteleuropa ist das Neolithikum definiert als ein Paket, das neben der produzierenden Wirtschaftsweise mit Sesshaftigkeit, Ackerbau und Viehzucht auch das Auftauchen von geschliffenen Steinen und Keramik umfasst. Es dauert etwa von 5500 v. Chr. bis 2400 v. Chr. 
Die Schweizer Forschung zum Neolithikum konzentriert sich vor allem auf die besonders gut erhaltenen Feuchtbodensiedlungen - seit 2011 UNESCO Weltkulturerbe - und ist hier international ganz weit vorne dabei. Mit den zahlreichen organischen Resten, die in den „Pfahlbauten“ geborgen werden, können Aspekte des menschlichen Lebens, der Klimaentwicklung und der Nutzung und Veränderung der Umwelt erforscht werden, die sonst in archäologischen Quellen kaum zugänglich sind.

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