Physiogeographie als Erdsystemwissenschaft

Unsere Forschung verfolgt einen erdsystemwissenschaftlichen Ansatz und konzentriert auf die Erkundung von Wirkungsgefügen innerhalb und insbesondere zwischen den Sphären der Erde. Schwerpunkte bilden dabei das Zusammenwirken von Klima, Wasser und Boden, einschliesslich der Folgen der Veränderung der Umwelt durch den Menschen. Neben Felderhebungen, Monitoring und geographischen Informationssystemen kommen insbesondere experimentelle Verfahren zum Einsatz, da sie die Möglichkeit bieten jenseits des aktuell zu beobachtenden Systems Erde räumlich und zeitlich unzugängliche Situationen zu simulieren.

Eigernordwand

 

Wirkungsgefüge Vegetation-Oberfläche an der Eigernordwand: im Gebirge bestimmt das Vorhandensein von Boden und das Störungsregime (natürlich und durch den Menschen) über die Ausbreitung von Wald.  Regional spielt die Veränderung von Klima daher nur eine untergeordnete Rolle für die Veränderung der Waldgrenze, wie ein Vergleich der Waldbedeckung in der Region Grindelwald für das vergangene Jahrhundert zeigt. Quelle Climate and land use effects on forest cover in the Bernese Alps during the 20th century

Hima

 

Interaktion zwischen Mensch, Vegetation und Fluss: die Verdrängung von Bäumen und Gebüschen durch drüsiges Springkraut führt zu einer Destabilisierung des Bodens in Talauen und somit zu mehr Erosion sowohl bei Niederschlag wie auch bei Hochwasser.