Die Geowissenschaften

schlagen eine Brücke zwischen Gesellschafts-, Umwelt und Naturwissenschaften. Sie kommen zum Einsatz, wo räumlich definierte Phänomene behandelt werden, Probleme also, die einen Standort und räumliche Auswirkungen haben und einen Handlungsbedarf innerhalb von Nachhaltigkeitsstrategien erfordern.

Das Studium ist daher geprägt von naturwissenschaftlichen Inhalten mit sozialwissenschaftlichen Komponenten, die ein vernetztes Denken fördern, das auf Ursachen- und Wirkungszusammenhänge im Mensch-Umwelt-System sowie die Folgeabschätzung menschlicher Eingriffe ausgerichtet ist.

Es gibt drei Vertiefungsrichtungen (ab Studienbeginn HS2015):

- Geographie und Klimatologie
- Geologie und Mineralogie
- Umweltgeowissenschaften und Biogeochemie

In Geographie geht es um die Landschaftssysteme der Erde, deren natürliche Entwicklung, bewusste Gestaltung und unbewusste Veränderung durch die Menschen auf verschiedenen räumlichen Ebenen: Quartiere, Einzugsgebiete, Regionen, Zonen und die Gesamterde. Die Klimatologie untersucht die meteorologischen und klimatologischen Grundlagen zum Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Erdoberfläche und Atmosphäre von lokalen bis globalen Massstäben sowie der dynamischen Prozesse innerhalb der Atmosphäre. Es werden die natürlichen Prozesse sowie die durch den Menschen verursachten anthropogenen Einflüsse behandelt.

Bei der Geologie und Mineralogie reichen die Dimensionen der Betrachtung vom atomaren Massstab (Kristallographie) bis zur globalen Skala (Plattentektonik). Studieninhalte sind Mineralogie-Petrologie, Tektonik-Geologie, Sedimentologie-Paläontologie und Geophysik.

Die Umweltgeowissenschaften und Biogeochemie untersuchen terrestrische und aquatische Stoff- und Energiekreisläufe zwischen in den Ökosystemen, speziell zwischen der Geo-, Pedo-, Hydro-, Atmo- und Biosphäre unter besonderer Berücksichtigung anthropogener Einflüsse. Schwerpunkte in den Umweltgeowissenschaften sind Bodenkunde, terrestrische und aquatische Biogeochemie.