Unsere Arbeitsgruppe untersucht die Verteilung und Zusammensetzung von stabilen Isotopen von biologisch produzierten organischen Molekülen, die sich in der Umwelt anreichern. Damit untersuchen wir klimatische und ökologische Veränderungen in der jüngeren geologischen Vergangenheit sowie den Einfluss menschlicher Aktivität auf moderne Systeme. Wir nutzen insbesondere die Wasserstoffisotopenverhältnisse von spezifischen Lipid-Biomarkern. Aufgrund ihrer großen natürlichen Variabilität eignen sich diese Lipid-Wasserstoffisotopenverhältnisse hervorragend als Indikatoren/Proxy für unterschiedliche Prozesse und liefern Informationen über Klima, Ökologie und Stoffwechsel. Wir arbeiten daran, das mechanistische Verständnis über die Kontrolle der stabilen Isotopenverteilung von Biomarkern und anderen organischen geologischen Proxies zu verbessern und setzen dies Methoden gezielt ein, um Fragen zu vergangenen Veränderungen und zum modernen Kohlenstoffkreislauf zu beantworten.

New SNSF project funded: Investigating the ecological and climatic conditions at ice age refugia to assess past and future ecosystem functioning (ECO-ICE)
How did Europe's temperate forests survive the harshest climatic period of the last Ice Age? Where were the last refuges of temperate flora when ice sheets covered much of the continent? What can these ancient survival strategies teach us about the future of ecosystems under rapid climate change? We will use lake sediments to investigate these questions in collaboration with Oliver Heiri (Uni Basel), Willy Tinner (Uni Bern), and Christoph Schwörer (Uni Bern) as part of a project newly funded by SNSF. There are eight open PhD positions among the four research groups. If you are interested in joining our organic geochemistry group and reconstructing climate during the last ice age, please find more information and submit your application by 21. April here:

Neue Publikation: Central European Hydroclimate Since the Younger Dryas Inferred from Vegetation‐Corrected Sedimentary Plant Wax δ2H Values
Wasserstoffisotope in Pflanzenwachsen sind ein wichtiges und häufig genutztes Werkzeug zur Rekonstruktion vergangener Hydroklimata anhand von Seesedimenten. Die Isotopenzusammensetzung der Wachse kann jedoch sowohl durch Klimaveränderungen als auch durch Veränderungen der Vegetation beeinflusst werden. In dieser Studie, die von Ricardo Santos, Doktorand der Organischen Geochemie, geleitet und kürzlich in „Paleoceanography and Paleoclimatology“ veröffentlicht wurde, testeten wir verschiedene Methoden zur Korrektur der Wasserstoffisotopenwerte von Pflanzenwachsen in Sedimenten hinsichtlich der Vegetationszusammensetzung. Wir konnten zeigen, dass in Mitteleuropa eine einfache Korrektur anhand der relativen Häufigkeit verschiedener Pflanzenwachse es ermöglicht, Veränderungen der Wasserstoffisotope im Niederschlag in der Vergangenheit zu isolieren. Dieser Ansatz wird verbesserte Rekonstruktionen vergangener Hydroklimaveränderungen anhand von Seesedimenten in ganz Europa erleichtern.
Link zur Publikation: https://doi.org/10.1029/2025PA005401

Herzlichen Glückwunsch an Dr. Antonia Klatt! Am 18. März 2026 verteidigte Antonia Klatt erfolgreich ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Biogeochemische Proxies zur Rekonstruktion der Dynamik vergangener Phytoplanktongemeinschaften“. Während ihrer Studien wandte Antonia Klatt verschiedene Techniken über unterschiedliche Zeitskalen hinweg an. Sie entwickelte ein lipidbasiertes Verfahren, um die relative Häufigkeit von Cyanobakterien anhand moderner Seewasserproben zu verfolgen, und testete und verglich diesen Ansatz mit sedimentärer DNA in kurzen Sedimentkernen aus Seen, die im 20. Jahrhundert aufgrund menschlicher Aktivitäten erhebliche ökologische Veränderungen erfahren haben. Schließlich rekonstruierte sie die Dynamik der Algen-Gemeinschaften der letzten rund 13.000 Jahre im Rotsee in der Schweiz unter Verwendung von Lipid-Biomarkern, stabilen Isotopen und Pigmenten und zeigte, wie steigende Temperaturen im frühen Holozän in der Vergangenheit wahrscheinlich das Wachstum von Cyanobakterien begünstigten. Antonia wechselt nun in eine Postdoc-Stelle an der Universität Stockholm, und wir wünschen ihr für die kommenden Jahre alles Gute!



01. Okt. 2025 Willkommen Elena! Elena Jovanovska hat heute ihre Tätigkeit als Ambizione-Stipendiatin aufgenommen. Sie wird von der Gruppe für Organische Geochemie betreut und von der Gruppe für Tiervielfalt und Evolution mitbetreut. Elenas Projekt befasst sich mit den Evolutionsprozessen der adaptiven Radiation und den damit verbundenen Schlüsselinnovationen, die der raschen Diversifizierung einer einzigartigen Ansammlung einzelliger Kieselalgen der Gattung Diploneis zugrunde liegen, die im Tanganjikasee in Ostafrika leben.
15 Sept. 2025. Willkommen Kelly! Kelly Tragash ist gerade als Doktorandin zur Gruppe für organische Geochemie gestoßen. Kelly wird an Bodenmesokosmen und Bodenproben aus dem Schweizer Canopy Crane II-Standort arbeiten, um unser Verständnis darüber zu verbessern, wie Bodenmikroben auf Trockenheit reagieren und welche Auswirkungen dies auf den Kohlenstoffkreislauf im Boden hat.
7 Sept.- 11 Sept. 2025: Mitglieder der Gruppe für organische Geochemie reisten nach Porto, Portugal, um an der 32. Internationalen Tagung für organische Geochemie teilzunehmen. Die Gruppenmitglieder präsentierten Daten aus Seen in der Schweiz, im Bundesstaat New York und im tropischen Südpazifik sowie die ersten Ergebnisse unserer bakteriellen Co-Kulturen. Die Doktorandin Antonia Klatt wurde für ihren hervorragenden Vortrag mit einem Preis für studentische Präsentationen ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch, Antonia!
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